
Im Wiener Hauptsitz derselben Bankengruppe, einem Bürokomplex mit mehreren Bauteilen und rund 20 Stockwerken, ging es um eine andere Frage: Wie bekommt die Haustechnik mit, was in hunderten Räumen gerade passiert, ohne jeden Raum zu verkabeln?
Wir haben an mehreren hundert Fenstern Kontakte nachgerüstet, dazu Sensoren an den Brandschutzklappen der Lüftung, Temperatur- und Feuchtefühler für die Lüftungsregelung, Personenzähler an den Zugängen und Temperaturwächter für Medikamentenkühlschränke. Alles funkt über ein Mesh-Netz aus kleinen Anchor-Knoten, das sich selbst organisiert. Die Gateways puffern Daten bei Verbindungsabbruch und senden sie nach. Im selben Netz hängen ePaper-Displays, über die die interne Kommunikation ihre Inhalte an die Mitarbeiter bringt, ohne Ausdrucke und ohne Kabel.
Der Punkt, der das Projekt für die Gebäudetechnik interessant macht: Die Werte bleiben nicht in unserer App. Über eine BACnet-Schnittstelle am Gateway stehen Fensterzustände und Klappenstellungen der Gebäudeleittechnik zur Verfügung, damit die Regelung darauf reagieren kann, etwa die Heizung drosseln, wenn ein Fenster offen steht. Eine direkte Anbindung an die Einzelraumregler (LON) ist in Planung.
Im Portal sieht die Haustechnik jedes Fenster und jede Klappe farbig im Grundriss: grün geschlossen, rot offen, orange Alarm. Berichte über Öffnungszeiten je Fenster gibt es pro Quartal oder Jahr als Ereignisprotokoll. Die Zähler sind den Mietern zugeordnet, damit Verbrauchsabrechnung und Nachhaltigkeitsbericht aus dem System kommen und beim internen Audit nachvollziehbar sind. Als nächster Schritt ist geplant, mit denselben ePaper-Displays die Beschilderung der Besprechungsräume digital zu ersetzen: Belegung und Reservierung direkt an der Tür, aus dem Kalender gespeist.

| Leistungsangebot | Digitaler Zwilling Gebäudetechnik ESG-Monitoring Sensorik |
| AnsprechpartnerIn | Martin El Shamaa, Geschäftsführer |
| Kontakdaten | mes@spot7.eu +43 660 8977777 |