Beim Expert Talk | KI Deep Dive am 21. Jänner 2026 gab Alexandra Ciarnau | DORDA Rechtsanwälte einen kompakten Überblick über die rechtlichen Anforderungen beim Einsatz von künstlicher Intelligenz gemäß EU AI Act.
Ein zentraler Fokus lag auf der KI-Kompetenz als neue regulatorische Pflicht. Diese umfasst nicht nur technisches Wissen, sondern auch das Bewusstsein für Risiken, mögliche Schäden und den konkreten Einsatzkontext. Unternehmen sind gefordert, KI-Kompetenzen systematisch durch Strategien, Schulungen, interne Policies, Dokumentation sowie Anpassungen in Procurement und Verträgen aufzubauen.
Die Expertin erläuterte den risikobasierten Ansatz des EU AI Act, der KI-Systeme in verbotene, hochriskante und bestimmte KI-Anwendungen sowie GPAI-Modelle einteilt. Abhängig von der jeweiligen Rolle – insbesondere als Betreiber – ergeben sich konkrete Pflichten und Verantwortlichkeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt waren Transparenz- und Kennzeichnungspflichten, besonders bei Mensch-Maschine-Interaktionen und KI-generierten Inhalten wie Texten, Bildern oder Videos, wodurch Täuschung und Missbrauch vorgebeugt werden soll.
Anhand praxisnaher Use Cases zu Urheberrecht, Datenschutz, automatisierten Entscheidungen und Haftung bei Falschauskünften machte Ciarnau deutlich, dass der rechtssichere KI-Einsatz eine ganzheitliche organisatorische und rechtliche Auseinandersetzung erfordert. KI ist damit kein reines IT-Thema, sondern Bestandteil von Governance und Compliance.
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